Vortrag über antifaschistische Politik

Antifa-Graffiti Epple
„Alles muss man selber machen“?
- Kontinuitäten und Brüche selbstorganisierten Antifa-Engagements
ein Vortrag von Dr. Nils Schuhmacher

12. Mai 2016
19 Uhr
Epplehaus, Karlstraße 16

„Autonome Antifas’, so heißt es in einem schon älteren Text, genossen innerhalb der Linken anfänglich den Ruf eines Torwarts in einer Fußballmannschaft. Zwar sagt es keiner laut, aber alle glauben zu wissen: er hat eine Macke.
Angesichts der Wellen massiver rassistischer und‚rechtsextremer’ Gewalt Anfang der 1990er Jahre geriet dieses Bild allerdings ins Wanken.‚Antifa’ wurde von einem Teilbereich zu einer, nicht zuletzt von Jugendlichen getragenen, breiten Bewegung. Sie blieb in Teilen zwar mit den Autonomen verbunden, war aber gleichzeitig durch eine große Eigendynamik geprägt.
Heute steht der Name ‚Antifa’ für sehr unterschiedliche politische Konzepte und praktische Schwerpunktsetzungen: für den Kampf gegen Nazis und „Rechtsextremismus“ in all seinen Spielarten, zum Teil für antirassistische Praxis, vielfach aber auch für ein thematisch allgemeiner ausgerichtetes linkes Engagement, für das ‚Antifa’ eher ein Label darstellt.
Aktuelle Literatur aus der „Bewegung“ beschreibt manche dieser Phasen unter Gesichtspunkten von Stärke, Durchsetzungsfähigkeit, klaren politischen Konzepten und ‚Erfolg’. Die Darstellungen sind allerdings stark geschönt und eine Reihe von Fragen bleiben offen:
Unbeantwortet ist so auch die Frage, welche Antworten die unterschiedlichen Ansätze angesichts einer sich aktuell abzeichnenden Welle rassistischer Gewalt, rechtspopulistischer Wahlerfolge und neonazistischer Konsolidierung bieten?
Aus Sicht der Protestforschung widmet sich der – illustrierte – Vortrag diese und weiteren Fragen an eine ‚unabhängige‘ Antifa-Praxis.

Vortrag von Input Tübingen, http://input.blogsport.de

Unterstützt von der Antifa Reutlingen-Tübingen *[ART]*, http://antifatuert.blogsport.de

Input-Vortrag über den „Islamischen Staat“ am 14. April

IS-Vortrag
14.04.2016
19 Uhr
Epplehaus Tübingen
Daesh – seine Entstehung und religiöse Ideologie
Heute scheint man sich in der öffentlichen Debatte einig zu sein, dass der Ursprung Daeshs, des Islamischen Staats, in der Interventionspolitik des Westens unter der Führung der USA liegt. Nun fragt es sich, ob die Entstehung des IS sich so leicht erklären lässt und ob nicht auch weitere Faktoren eine Rolle dabei spielten, diese Terrororganisation zu dem zu machen, was sie heute ist. 
Hierzu versucht der Vortrag „Daesh – seine Entstehung und religiöse Ideologie“ Antworten zu geben.

10. März: Vortrag zum Thema „rape culture“ im Epplehaus Tübingen

10. März 2016
Vortrag zum Thema „rape culture“
19 Uhr, Epplehaus, Saal
Wer Opfer von sexualisierter Gewalt ist oder war, der/dem sollte uneingeschränkt Solidarität, Schutz und Empathie zu Teil werden. Kaum jemand – ob selbst Opfer oder nicht – würde dieser Aussage widersprechen. Demgegenüber stehen vielschichtige soziale Wirkungsweisen, die einen angemessenen, menschlichen Umgang mit Betroffenen verhindern.
Doch nicht nur die Art und Weise, wie Betroffenen begegnet wird, ist zu kritisieren. Ganz alltäglich werden Übergriffe und Belästigungen zugelassen, legitimiert und gutgeheißen – mit Strategien, die schon längst als normal gelten. Ebendies bezeichnet der Begriff der Rape Culture oder Vergewaltigungskultur: dass Übergriffe, verbal wie körperlich, als zumutbar angesehen werden; dass Betroffenen gegenüber Misstrauen geäußert wird; sogar, dass Arten von Belästigung als erwünscht zu gelten haben.
Dass eine „rape culture“ nicht immer nur weit entfernt, sondern genauso tagtäglich vor der eigenen Haustür besteht und gelebt wird, soll im Vortrag ebenso aufgezeigt werden wie die Folgen, die sich daraus ergeben.

Trigger-Warnung: Im Vortrag werden sexistische Texte und Bilder als Beispiele zitiert werden!

17. Mai 2015 – PEGIDA in Stuttgart stoppen!

Diesen Sonntag will PEGIDA in unserer Stadt eine Kundgebung abhalten – für uns ist klar: Ohne unseren Protest werden sich keine Rechten am Kronprinzplatz oder sonstwo in Stuttgart treffen können! Aus diesem Grund unterstützen wir den Aufruf der Kampagne #STOPEGIDA Stuttgart und rufen alle Antifaschistinnen und Antifaschisten auf, mit uns am 17. Mai in Stuttgart auf die Straße zu gehen und PEGIDA eine klare Absage zu erteilen!

Aufruf von #STOPEGIDA:

In Dresden gelang es „PEGIDA“ vor einigen Monaten Zehntausende zu mobilisieren und auch in vielen weiteren Städten bildeten sich Ableger, um Woche für Woche mit rassistischen Slogans durch die Straßen zu ziehen. Auch wenn die Teilnehmerzahlen dort weitaus geringer ausfielen, sich das „Orga-Team“ in Dresden durch interne Streitigkeiten selbst zerlegte und es der Bewegung insgesamt nicht gelang, die befürchtete Dynamik zu entwickeln, ist sie doch Ausdruck eines gesellschaftlichen Rechtsrucks. Ein Rechtsruck, der sich auch im Aufwind der rechtspopulistischen AfD, in den Forderungen von Regierungsvertretern nach einer Verschärfung der Asylgesetze, aber eben auch in brennenden Flüchtlingsunterkünften zeigt.

In dieser Situation versuchen in Baden-Württemberg überwiegend faschistische Kräfte das Label „PEGIDA“ weiterhin zu nutzen. In Villingen-Schwenningen und Karlsruhe finden seit mehreren Wochen regelmäßig „Spaziergänge“ und Kundgebungen statt – wenn auch aufgrund antifaschistischer Proteste nur unter massivem Polizeischutz.

In Stuttgart gelang es „PEGIDA“ bisher nicht Fuß zu fassen. Erste Ankündigungen einer öffentlichen Veranstaltung im Januar wurden nach unmittelbarem und starkem Gegenwind wieder zurückgezogen. Nachdem sich die öffentliche Aufmerksamkeit gelegt hat, versuchen sie es jetzt jedoch erneut und planen diesen Sonntag eine Kundgebung auf dem Kronprinzplatz in der Stuttgarter Innenstadt.

Getreu dem antifaschistischen Motto: „Wehret den Anfängen!“ dürfen wir den Rechten bei uns keine Entfaltungsmöglichkeiten lassen.

Wir müssen Rassismus klar benennen und schon im Keim ersticken:

PEGIDA-Kundgebung BLOCKIEREN!
Sonntag | 13:00 Uhr | Kronprinzplatz

Den Wiener Akademikerball unmöglich machen

Am 30. Jänner 2015 findet zum dritten mal der Wiener Akademikerball, ehemals WKR-Ball, in der Hofburg in Wien statt. Dieses, von der FPÖ organisierte Event, gilt als eines der bedeudensten Vernetzungstreffen der rechten Elite Europas. Wie jedes Jahr rufen auch 2015 verschiedene antifaschistische Organisationen und Bündnisse zu Gegenprotesten auf. Lasst uns gemeinsam diesen regressiven Mützchenträgern und Hobby-Chauvinisten in das Champagnerglas spucken und nach jahrelangem antifaschistischem Engagement und Protesten dem Akademiker-Ball endgültig ein Ende bereiten.

Von den massiven Repressionen im vergangenen Jahr, vor allem gegen Brosef, lassen wir uns nicht weiter einschüchtern, sondern sehen das als einen weiteren Punkt dort präsent zu sein.
Gegen Patriarchat und rechte Männerbünde. Für eine Welt ohne Angst und Gewalt. Denn den letzten Ball tanzen immernoch wir!

Es wird auch aus Tübingen und Umgebung eine organisierte Anreise geben. Die Kosten belaufen sich auf schlappe 20 € pro Person.
Tickets kann man verbindlich unter der Mailadresse levelup[at]kommunismus.tv erwerben

Via Level Up!

Roma haben kein „sicheres Herkunftsland“

Sa, 13.09.2014, 12 Uhr, Schloßplatz Stuttgart

Aufruf zur Kundgebung

Keine Kompromisse beim Flüchtlingsschutz!
Keine Zustimmung Baden-Württembergs zur geplanten Asylrechtsverschärfung!

Die Bundesregierung will Serbien, Mazedonien und Bosnien-Herzegowina als „sichere Herkunftsstaaten einstufen. Dies hätte zur Folge, dass Asylantragsteller aus diesen Ländern kaum noch eine Chance hätten, in Deutschland Schutz zu erhalten. Im Hauruckverfahren wurde das Gesetz durch den Bundestag gepeitscht. Im Bundesrat wurde es zunächst gestoppt, weil die Länder mit grüner und linker Regierungsbeteiligung, darunter Baden-Württemberg, bislang die Zustimmung verweigern. Jetzt versucht die CDU, die Grünen und Linken dadurch zu einer Zustimmung zu diesem Gesetz zu nötigen, dass die CDU nur dann eine geplante Erleichterung des Arbeitsmarktzugangs von Asylsuchenden mittragen will, wenn das „Roma-Gesetz“ durchgeht. Am 19. September steht diese Entscheidung erneut auf der Tagesordnung des Bundesrats. Wir fordern die grün-rote Landesregierung auf, standhaft zu bleiben, diesen Kuhhandel auf dem Rücken von Flüchtlingen zurückzuweisen und den Gesetzentwurf im Bundesrat abzulehnen!

Wenn die Bundesregierung Serbien, Mazedonien, und Bosnien-Herzegowina als sicher deklariert, dann ignoriert sie die Berichte zahlreicher namhafter Organisationen, nach denen Roma und Homosexuelle starker sozialer und rassistischer Diskriminierung ausgesetzt sind. Stattdessen stützt sie sich einseitig auf die Statistiken des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, also auf selbst geschaffene „Fakten“. Wenn man selbst die Anerkennungsquote im Asylverfahren auf Null setzt, kann man leicht behaupten, dass Menschen aus diesen Herkunftsstaaten keine Fluchtgründe hätten. Das Asylrecht ist ein Individualrecht, das eine sorgfältige Prüfung jedes einzelnen Antrags auf Schutz notwendig macht. Wir wenden uns dagegen, dass dieses Grund- und Menschenrecht weiter verstümmelt werden soll.

Auch in Hinblick auf die deutsche Vergangenheit verbietet sich die Verabschiedung eines Gesetzes, das sich erkennbar gegen Roma aus dem ehemaligen Jugoslawien richtet. Am 28. November 2013 hat die grün-rote Landesregierung einen Staatsvertrag mit dem Landesverband Deutscher Sinti und Roma Baden-Württemberg unterzeichnet, mit dem die historische Verantwortung Deutschlands gegenüber den Angehörigen dieser vom Nationalsozialismus verfolgten Gruppe anerkannt wird und diesen Menschen weitgehende Minderheitenrechte zuerkannt werden. Einen ähnlich respektvollen Umgang erhoffen und erwarten wir uns auch mit Angehörigen der Roma-Minderheit, die nicht die deutsche Staatsangehörigkeit haben. Statt diese Menschen in der öffentlichen Diskussion als bloße „Armutsflüchtlinge“ zu stigmatisieren und eine Abschiebungspolitik zu betreiben, sollten ihnen Rechte als Minderheit und Schutz vor Diskriminierung gewährt werden.

Die grün-rote Landesregierung ist im April 2011 mit dem Slogan „Humanität hat Vorrang“ angetreten. In der Asyl- und Flüchtlingspolitik soll der „Grundsatz eines menschenwürdigen Umgangs mit Flüchtlingen“ eingehalten werden. Dies lässt aus unserer Sicht nur ein deutliches NEIN zur geplanten Asylrechtsverschärfung zu.

Zu der Kundgebung rufen auf:

Freiburger Forum Aktiv gegen Ausgrenzung

Flüchtlingsrat Baden-Württemberg

Arbeitskreis Roma-Solidarität Konstanz

Aktionsbündnis Abschiebestopp Konstanz

Aktion Bleiberecht Freiburg

AWC Deutschland e. V. – Weltbürgerinnen und Weltbürger

Beratungsstelle CHAI

Netzwerk rassismuskritische Migrationspädagogik Baden-Württemberg

Freundeskreis Asyl Karlsruhe e.V.

Medinetz Freiburg

Gesellschaft für bedrohte Völker Regionalgruppe Karlsruhe

Arbeitskreis Asyl Metzingen

linksjugend [’solid] Baden-Württemberg

Amnesty International Baden-Württemberg

Arbeitskreis Asyl e.V.Schwäbisch Gmünd

AGDW Stuttgart

Ak Menschenrecht e.V. im GLOBAL Bad Waldsee

Annette Groth (MdB, DIE LINKE)

Bündnis gegen Abschiebungen Mannheim

Spenden Sie für Fahrkarten, damit Flüchtlinge an der Kundgebung teilnehmen können:

Flüchtlingsrat Baden-Württemberg e.V.
GLS Bank
Kto. Nr. 70 07 11 89 01
BLZ 430 609 67
IBAN: DE66 4306 0967 7007 1189 01
BIQ: GENODEM1GLS

Freiburger Forum aktiv gegen Ausgrenzung
Volksbank Breisgau Nord e.G.
Kontonummer 36 15 26
Bankleitzahl: 680 920 00
BIC: GENODE61EMM
IBAN: DE75 6809 2000 0000 3615 26

Quelle: http://fluechtlingsrat-bw.de/informationen-ansicht/roma-haben-kein-sicheres-herkunftsland-kopie.html

Ausweichräumlichkeiten

Aufgrund von Renovierungsarbeiten findet der Juli-Vortrag von INPUT-Tübingen nicht im Epplehaus statt.
Wir weichen auf das Wohnprojekt Schellingstraße aus.

INPUT: basic: >Fußball und Sexismus
Do., 10.07.2014 | 19 h @ Wohnprojekt Schellingstraße,Tü­bin­gen, Schellingstraße 6

Längst ist Fußball keine reine Männersache mehr – aber die Fankultur ist immer noch männlich dominiert. Almut Sülzle rekonstruiert die männliche Grammatik im Fanblock und porträtiert weibliche Fans, die einen gleichberechtigten Platz innerhalb der männlich geprägten Fankultur einfordern und dabei Sexismen ironisieren. Der ethnographische Blick auf die Welt des Fußballs verwandelt diese in einen Gegenstand kritischer Wissenschaft und zeigt die Fanszene Ort an dem traditionelle Rollenklischees über Bord geworfen werden können.

Vortrag und Lesung aus dem Buch Fußball, Frauen, Männlichkeiten

Almut Sülzle arbeitet als wissenschaftliche Angestellte im Berliner Archiv der
Jugendkulturen.

Tag der Befreiung Tübingens vom Nationalsozialismus

Erneut homophobe Demo in Stuttgart geplant

Wie bereits am 1. Februar, ruft die Initiative „Besorgte Eltern Baden-Württemberg“ für Samstag, den 1. März 2014, zu einer Kundgebung und Demonstration unter dem Motto „Gegen die Indoktrination unserer Kinder – Stoppt den Bildungsplan 2015“ auf dem Schlossplatz in Stuttgart auf.

In ihrer Pressemitteilung vom 9. Februar 2014, welche unter anderem auf dem verschwörungstheoretischen, rechten Onlineportal „PI-News“ zu finden ist¹, freut sich die Initiative darüber, dass ihre letzte Demonstration sehr erfolgreich gewesen sei und ruft dazu auf, weiter zu demonstrieren.

Die „Besorgten Eltern Baden-Württemberg“ fordern eine Überarbeitung des Bildungsplans für 2015, da „dem Thema „sexuelle Vielfalt“ als Leitprinzip […] zu viel Raum gegeben wird“¹. Sie scheinen sich in ihrem starren Festhalten am traditionellen Familienbild gestört zu fühlen. So empfinden sie es laut eigener Aussage „als eine massive Zwangsindoktrination, wenn den Kindern bereits in der Grundschule „die verschiedenen Formen des Zusammenlebens von/mit LSBTTI-Menschen nahegelegt werden.“¹ (Zeichenfehler im Original) und „finden es falsch, wenn […] Kinder die klassische Familie nur noch als eine von vielen Familienformen kennenlernen.“¹, wie es der neue Bildungsplan vorsieht.

Wir denken nicht, dass Reformen wie erneuerte Bildungspläne die Gesellschaft grundlegend ändern werden. Sie werden das Patriarchat nicht abschaffen.
Trotzdem können wir der Kritik der „Besorgten Eltern Baden-Württemberg“ am neuen Bildungsplan nur widersprechen!

Wie könnt ihr nur hassen, dass Menschen sich lieben?
Uns kotzt es an, in einer Gesellschaft zu leben, in der es normal ist zu Mann oder Frau erzogen zu werden, in der es normal ist heterosexuell zu sein.
Wir wünschen uns eine Gesellschaft, in der wir uns nicht in das Geschlechterkonstrukt „Mann“ und „Frau“ einordnen müssen, sondern für viele Geschlechter Platz ist; in der es normal ist Menschen zu lieben, ganz gleich welches „Geschlecht“ sie haben.
Wir können nicht verstehen, es als „Indoktrination“ zu bezeichnen, dass in der Schule nun endlich nicht mehr verschwiegen werden soll, dass es mehr gibt als Mann, Frau und Heterosexualität.
Wir haben kein Bock auf Feinde der Liebe!

Es ist davon auszugehen, dass sich im homophoben Mob wieder Kräfte von fundamentalistischen Christ*innen über AfD (Alternative für Deutschland) bis zu NPD einfinden werden, wie auch schon am 1. Februar².

Damals blieb den homophoben Christi*innen nach eigener Aussage nichts übrig, als zu Gott zu beten und auf seine Heerscharen und Worte zu vertrauen: „Wer einen von diesen Kleinen, die an mich glauben, zum Bösen verführt, für den wäre es besser, wenn er mit einem Mühlstein um den Hals im tiefen Meer versenkt würde.“³
Dieses sinnlose und rachsüchtige Gebete, ebenso wie Ordner*innen in „Jesus liebt dich“ – Westen, die, wie am 1. Februar geschehen, auf Gegendemonstrant*innen einschlagen, können wir zwar nur ablehnen, es deutet jedoch darauf hin, dass die Teilnehmer*innen der homophoben Veranstaltung doch nicht so zufrieden mit deren Ablauf waren.

Denn am 1. Februar hat es erfreulich gut geklappt hat, innerhalb weniger Tage viele Menschen zu mobilisieren, die Kundgebung zu stören und die Demonstration nach 1/3 der Route durch Blockaden zur Auflösung zu bringen. Daran möchten wir anknüpfen.

Wir werden am 1. März wieder nach Stuttgart fahren…

Zugtreffpunkte für Tübingen/Reutlingen
Achtung: Können sich noch ändern!
Tübingen Hbf | 12:45 Uhr
Reutlingen Hbf | 12:50 Uhr

… um für eine Gesellschaft jenseits von Patriarchat, Homo – und Transphobie einzutreten.

[S] Homophobe Demo || Zugtreffpunkte zu Gegenprotesten

Infotext von queer.de:

„In Baden-Württemberg wird zum „Kampf gegen die Regenbogen-Ideologie“ geblasen: Aktivisten aus dem rechspopulistischen und christlich-fundamentalistischen Umfeld gehen gegen die Aufklärung über Homosexualität auf die Straße.

Auf einschlägigen Webseiten hat eine Initiative „Besorgte Eltern Baden-Württemberg“ zu einer Demonstration gegen den von der grün-roten Landesregierung geplanten Bildungsplan aufgerufen, der ab 2015 fächerübergreifend Schülern einen „vorurteilsfreien Umgang mit der eigenen und anderen sexuellen Identitäten“ ermöglichen soll. Die Protestaktion soll am Samstagnachmittag in der Stuttgarter Innenstadt stattfinden. In ihrer Pressemitteilung erklärten die Veranstalter: „Wir empfinden es als eine massive Zwangsindoktrination, wenn den Kindern bereits in der Grundschule ‚die verschiedenen Formen des Zusammenlebens von/mit LSBTTI-Menschen‘ nahegelegt werden“.

Die „Koalition aus Christen und anderen konservativen Kräften“, so das Hetz-Blog „Politically Incorrect“, fordert von der Landesregierung nicht nur, das Thema Homosexualität aus dem Unterricht zu verbannen, sondern sie will auch erreichen, „dass Aufklärung wieder Elternsache wird“. Diese Forderung wurde bereits Mitte Januar bei einer Protestaktion der „Besorgten Eltern NRW“ in Köln mit mehreren hundert Teilnehmern gestellt. Sie demonstrierten dabei generell dagegen, dass es auch beim Sexualkundeunterricht Schulzwang gibt. Dabei trugen die Teilnehmer, von denen viele mit kleinen Kindern erschienen sind, Transparente mit Aufschriften wie „Keine Perversion“, „Erziehung ist Elternrecht“ oder „Ich will keinen Pornounterricht“ neben dem Bild eines weinenden Kindes.

„Politically Incorrect“ wirbt für die rege Teilnahme („Jetzt gilt es!“) an dem Protest mit einem eigenen Plakat, das das Logo der homophoben Petition gegen den Bildungsplan aufgreift: Den Landeslöwen in Regenbogenfarben. Die Demo soll um 14 Uhr am Schlossplatz starten und zum Staatstheater ziehen.

192.000 Unterschriften gegen Gleichwertigkeit von Schwulen und Lesben

Unterdessen ist die Zeichnungsfrist für die homophob begründete Online-Petition „Kein Bildungsplan 2015″ am Montag zu Ende gegangen. Insgesamt haben 192.000 Menschen online oder in Unterschriftenlisten die Petition gezeichnet, davon rund 82.000 aus Baden-Württemberg, von denen allerdings viele nicht öffentlich sind. Die Aktion wurde offen von der rechtspopulistischen Partei AfD unterstützt (queer.de berichtete) wie von vielen rechten und evangelikalen Seiten. Gegenpetitionen bei Open Petition und Campact haben insgesamt bereits 220.000 Menschen unterzeichnet. Zum Unterschreiben beim letzteren Portal, das gerade Spenden für eine Anzeige in der „Stuttgarter Zeitung“ sammelt, hat auch die Bildungsgewerkschaft GEW aufgerufen.

Nach einer aktuellen Emnid-Umfrage befürworten 60 Prozent der Baden-Württemberger den LGBT-freundlichen Bildungsplan, 35 Prozent lehnen ihn ab (queer.de berichtete). In einer Landtagsdenbatte vor einer Woche heizten die Oppositionsparteien CDU und FDP die Stimmung gegen den „ideologischen Bildungsplan“ an (queer.de berichtete). FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke hatte zuvor bereits erklärt, dass Homosexuelle als Menschen in nichttraditionellen Familien als „nicht gleichwertig“ angesehen werden können (queer.de berichtete).

Update: Aufruf zu Gegenprotest
Zu einem ersten Gegenprotest hat Die Linke in Baden-Württemberg per Facebook unter dem Titel „Homophobie entgegentreten“ aufgerufen. Treff ist um 14 Uhr am Schlossplatz.“
_______________________________________________________________________________________________________________________

Zugtreffpunkte zu Gegenprotesten

In Stuttgart gibt es eine angemeldete Gegenkundgebung.
Fahrt mit uns dort hin!

Die Zugtreffpunkte für Tübingen/Reutlingen sind:
Tübingen HBF | 12:45 Uhr
Reutlingen HBF | 12:50 Uhr

*[ART]*
antifatuert.blogsport.de