Jugendguides an der KZ-Gedenkstätte Hailfingen/Tailfingen gesucht!

Zwischen Tübingen und Herrenberg lag der Militärflughafen Hailfingen/Tailfingen. Seit seinem Bau 1938 war er in der dörflichen Umgebung allgegenwärtig — für einige Jugendliche sogar eine Attraktion. Gleichzeitig war er ein Ort der Zwangsarbeit, Folter und des Tods. Von November 1944 bis Februar 1945 gab es dort ein KZ-Außenlager. Die Häftlinge wurden für den Ausbau des Flughafens eingesetzt. Von 601 jüdischen Häftlingen starben mindestens 186 in diesem kurzen Zeitraum. Trotz wenig erhaltener Spuren — längst ist die ehemalige Startbahn bewaldet und alle Dokumente des Lagers wurden vernichtet — konnten innerhalb der letzten 10 Jahre beachtliche Details über die Geschichte des Lagers rekonstruiert werden.
Seit 2010 gibt es endlich eine Gedenkstätte mit Interviews von KZ-Überlebenden und Dorfbewohnern sowie einen Gedenkpfad. In der KZ-Gedenkstätte Hailfingen/Tailfingen werden Führungen und Projekttage oft von Jugendguides durchgeführt. Diese jungen Menschen, meist Studenten oder Schüler, führen in Zweierteams Schulklassen durch die Gedenkstätte. Sie erarbeiten anhand von sogenannten „Modulen“ mit der Schulklasse Schwerpunktthemen, die sich die Schüler/innen je nach Interesse aussuchen können. Filminterviews von KZ-Überlebenden spielen dabei eine große Rolle. Die Jugendguides begleiten die Schulklassen zu der noch teilweise sichtbaren Startbahn, dem Standort des KZ-Lagers und dem Mahnmal.

Vorkenntnisse sind nicht erforderlich!
Anmeldungen oder Fragen bitte an: Jugendguide@gmx.de
http://www.kz-gedenkstaette-hailfingen-tailfingen.de/